SU Paderborn Kath. Fakultät / Libori

Libori-Veranstaltung des CDU-SU-Stadtverbandes Paderborn

 

In der Libori-Woche lädt Joseph Vögele, der Vorsitzende des SU-Stadtverbandes Paderborn, traditionell seine Mitglieder und Gäste zu einer Veranstaltung ein, in diesem Jahr zum 01.08.2019.
Zunächst traf man sich um 15.00 Uhr im Café Ostermann bei gutem Kaffee und Kuchen und konnte in gemütlicher Runde miteinander ins Gespräch kommen.
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand jedoch der Besuch der Theologischen Fakultät im Herzen der Stadt Paderborn neben dem Theodorianum und der Marktkirche.
Unser Referent, Prof. Dr. Rüdiger Althaus (Lehrstuhl für Kirchenrecht) führte uns zunächst zur Liborius-Kapelle im Garten der Fakultät. An dieser Stelle wurde im Jahr 836 der Schrein mit den Reliquien des Hl. Liborius nach der langen Pilgerreise von Le Mans  zunächst abgestellt, bevor er in einer feierlichen Prozession in den Dom gebracht wurde. Diese Kapelle ist normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
In dem Hörsaal 2 des Fakultätsgebäudes machte uns Prof. Dr. Althaus mit der Entstehung und den Aufgaben der Theologischen Fakultät Paderborn vertraut. Gegründet wurde sie durch Theodor von Fürstenberg im Jahre 1614 durch die Jesuiten, die dieser als Gegenpol zur Reformation nach Paderborn geholt hatte. Zu den ersten Professoren gehörte der bis heute bekannte Friedrich Spee von Langenfeld. Dieser hatte schon damals in seinem Werk  „Cautio Criminalis“ sehr kritisch gegen die Hexenprozesse Stellung bezogen.
In seinem Vortrag hat Prof. Dr. Althaus dargelegt, welch hohe Bedeutung die katholische theologische Fakultät für Paderborn hatte und hat – weit über die Grenzen der Stadt hinaus. Er legte das Spektrum der Aufgaben und Inhalte der Lehrtätigkeit an der Fakultät in seiner ganzen Breite dar.
Im Anschluss führte uns Prof. Dr. Rüdiger Althaus in die gewaltigen alten Gewölbe unter der theologischen Fakultät des Theodorianums und der Marktkirche. Dort sahen wir auch u.a. die Kammer, in welcher der Schrein des Hl. Liborius am Ende des 2.Weltkrieges zur Sicherheit gegen die Bombardierung der Stadt Paderborn untergebracht war. Wir konnten auch einen Blick werfen auf die Stelle, an der Pfarrer Jürgens (ehemaliger Pfarrer der Marktkirche) Obdachlosen im Winter und an kalten Tagen einen warmen Unterschlupf gewährt hatte.
Alle Teilnehmer waren sich einig, dieser Besuch der Theologischen Fakultät in Paderborn war für sie ein geistiger Gewinn.
Im Anschluss fand man sich noch zu einem fröhlichen Abschluss beim Italiener vor dem DOM zusammen.

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