SU Kreis 30. Jahre Mauerfall

30. Jahre Mauerfall mit Jan-Peter Luther

Gedenkfeier zum „30. Jahrestag des Mauerfalls“                              

Kreisverband der Senioren Union Paderborn                            07.11.2019

“Schnell vergehen 30 Jahre. Jeder von uns hat an die Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 seine eigene Erinnerung, seine eigene Geschichte. Ich habe mit einer Menge Tränen in den Augen allein vor dem Fernsehgerät gesessen.“
Mit diesem Worten eröffnete der Kreisvorsitzende der Senioren Union Paderborn Peter Fröhlingsdorf die Gedenkfeier zum „30. Jahrestag des Mauerfalls“ im See-Hof, Franke in Bentfeld-Heddinghausen.
Und mit den Worten „den Glücksrausch jener Nacht, in der die Mauer fiel, den konnten wir uns nicht in Gänze bewahren“ begann Jan-Peter Luther,>Bundesgeschäftsführer der Senioren Union Deutschlands, aus Berlin als Referent angereist. Luther ein Nachfahre von Martin Luther, ein Kind der DDR, aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus, - Mutter Lehrerin, Vater Institutsleiter – hatte sein Abitur gemacht, musste aber dann, um studieren zu können erst für drei Jahre zur NVA. Nach seiner NVA-Entlassung im August 1989 ging er als Volontär zum DDR-Radio.    Zu diesem Zeitpunkt begannen die unruhige Zeiten in der DDR.
1987 führten große wirtschaftliche Problem in der damaligen UDSSR zur Lockerung der Regeln bei den Warschauer Pakt Staaten. Überall gab es Veränderungen, Reformen nicht nur in Ungarn.
Im September 1989 begann verstärkt die Friedensgebete in den Kirchen und die ersten Demonstrationen in der DDR.
Am 4. November 1989 war Luther mit der ganzen Familie bei der                     

1. Groß Demo in Ost-Berlin mit 150.000 Teilnehmern auf dem Alexander-Platz. G. Schabowski, wurde gnadenlos ausgepfiffen, aber Schauspieler wie Jan-Josef Liefers oder E.Mühe frenetisch bejubelt ob Ihrer Worte. Den Einen wurde nicht mehr geglaubt, andere waren zu Hoffnungsträgern geworden.
Am Abend in der Internationalen Pressekonferenz wurde die denkwürdige Antwort auf die Frage eines Italienischen Journalisten über die Ausreise aus der DDR gestellt und mit “..jetzt sofort, unverzüglich“ von dem Pressesprecher des ZK Günther Schabowski beantwortet. Um 23.30 Uhr wurde der Grenzübergang Bornholmer Straße geöffnet, die Grenzsoldaten kapitulierten vor Tausenden von DDR-Bürgern, die als Folge der Schabowski-Aussage ausreisen wollten.
Am Abend des 9. November war Luther als Journalist zu einer Filmpremiere im Kino gewesen und hatte auf dem Rückweg im Trabi sein Autoradio nicht angestellt und damit auch die wahnsinnigen Veränderungen der letzten Stunden nicht mitbekommen. Und was keiner ahnte oder wusste, am Stadtrand von Berlin saßen zu diesem Zeitpunkt einsatzbereite russische Soldaten und DDR- Fallschirmjäger. Aber Gorbatschow hatte den Befehl über den Verbleib der Russen in Ihren Kasernen erteilt und Egon Krenz den Befehl an die DDR-NVA nicht auf die Bevölkerung zu schießen.
Luther führte dann zum Schluss noch einige persönliche und familiäre Erlebnisse an, so war es mit dem letzten Mauertoten, Chris Gueffrey persönlich begannt. Auch die große Politik betraf dann später die Luther’sche Familie. Mit der letzten Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann-Pohl war die Familie gut befreundet. Sein Vater wurde einige Zeit später Erster Senator für Wissenschaft in Gesamt Berlin. Er selbst arbeitete weiter als Reporter und Journalist, er machte später seinen Pilotenschein um Berlin von oben zu sehen, wie er sagte.
Vor einigen Jahren wurde er dann Bundesgeschäftsführer der Senioren Union Deutschlands in Berlin. Ein begeistertes Publikum dankte für seine Ausführungen.

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